Hochsaison in Split, ach was in ganz Kroatien und bei uns ist schon der Herbst und Winter in Planung…

Da sind sie, die allerschönsten Tage des Jahres, der Hochsommer und somit auch die Hochsaison, juhu? Grund zur Freude? Wie ist es wirklich?

Was uns, mich besonders, betrifft:

Wir meiden Split zu dieser Zeit des Jahres, warum?

Nun stellt euch vor es gibt eine wunderschöne Altstadt, Kultur pur, Architektur und Geschichte gelebt von Menschen, die in alten Steinhäusern in verwinkelten Gassen leben, wo die Strickleine zum Wäschetrocknen noch von Haus zum Nachbarhaus gespannt wird, wo es mir persönlich oft vorkommt die Zeit sei Stehengeblieben an einem wunderschönen, romantischen Ort voller Geschichte und mediterraner Leichtigkeit.
Grillen zirpen, das Meer in Hör und Sichtweite, unzählige Segel am Horizont vor Brac und Solta, der Duft nach Kiefern und nach frisch gegrilltem Fisch und Pulpo während sich der Abend anschleicht und die Sonne gefühlt im Meer versinkt…

Und dann wache ich auf und blicke aus unserem Fenster, sehe unzählige Menschenmassen, laute Musik aus „Strandbars“ wo jede Bar ihre eigene laute Musik spielt, so dass sich alles in einem lauten Gewusel Lärm verirrt.

In Ruhe einen kleinen Kaffee trinken am Meer, keine Chance!
Es wirkt  fast so als sei die halbe Menschheit genau auf demselben Weg in genau dasselbe Café wo ich so gerne Zeitung lese mit Blick auf das Meer und einem frisch gepressten Orangensaft trinke, bevor ich meinen Kaffee bestelle.

Leben und leben lassen denke ich mir so oft an so Tagen und sehe ein dass durchaus auch andere Menschen in den Genuss meines besonderen Rituals kommen sollten und ich ja das Glück habe hier leben zu dürfen und ich im allgemeinen noch viel zu jung bin um ein Griesgram zu sein.

Also lasse ich den Kaffee Kaffee sein und den anderen den Genuss, die Ruhe und Aussicht meines Lieblings Cafés und mache mich Badefertig für einen Tag am Strand.

Die gefühlt andere Hälfte der Menschheit auf diesem Planeten, die nicht „mein“ Café in Besitz genommen hat und mich eines meiner Lieblings Rituale am Morgen beraubt hat,  hat sich auf den Weg zu den Stränden in Split und um Split gemacht, da wo es etwas leerer wirkt, haben sich “ Kroatische Strand Unternehmer“ mit Hochpreisigen Liegen zur Vermietung breit gemacht.
Dies direkt erste Reihe zum Meer, damit auch ja kein anderer ins Meer kann ohne einen Hindernislauf bewältigen zu müssen und nebenbei die Menschen, die die Hochpreisigen Liegen bezogen haben, die Ruhe und Entspannung zu nehmen, was sehr böse Blicke der Liegenbesitzer nach sich zieht, ganz nach dem Motto: ey ich habe bezahlt dafür 😉 …

Wer nichts wird in Kroatien wird nicht Wirt, sondern Liegen mit erste Reihe am Meer Vermieter.
( an so Kleinigkeiten sieht man wie immer noch Konzessionen in Kroatien vergeben werden, einfach irgendwo, irgendwie und ohne Verstand und Sachbezug…)

Heile ans und ins Meer geschafft, habe ich das große Glück, dass ich sehr viel Schnorchel und meine Ohren und Augen danken es mir, denn wenigsten sie finden etwas Entspannung… 😉

Nicht viel anders sieht es Abends zur Zeit in Split aus, alles drängt sich durch die engen Straßen und Gassen, zu den Menschenmengen die eh Ihren Urlaub in Split und Umgebung verbringen kommen noch die Massen an Gästen von den Kreuzfahrtschiffen, die im Spliter Hafen anlegen, ebenfalls zu Besuch hier.
Von Rentnern bis Gay Cruisern über Riesen private Yachten finden viele den Weg in Splits kleinen und beengten Fähr-und Yachthafen.

Es ist ein Gemenge von Touristen aus aller Welt, einheimischen Splitern, Urlaubern aus Kroatien, die hier ebenfalls ihren Urlaub verbringen, die Split für mich so einzigartig machen, dazu für Kroatien neue Restaurant Konzepte, Fine Dining Restaurants, oder einfache Restaurants mit einfachen, lokalen Speisen, die ebenfalls zu dem besondren Flair dieser Stadt beitragen, die lauen Sommernächte bei einem Glas Wein mit Blick in den endlosen Sternenhimmel und das Meer.
Das alles ist Split und hat Split und dafür liebe ich diese Stadt, bis zur Hochsaison, jetzt im Juli und August.

Da ist das allesamt nicht mehr da, für ein paar Wochen im Jahr ist das nicht mein Split und ich meide es.
Die überfüllten Strassen, das ewige Stop and Go in und aus der Stadt.
Es ist einfach zu viel.

Glücklicherweise habe ich Beruflich etwas außerhalb zu tun, ganz in der Nähe von Zadar, in Petrcane genauer gesagt, um exakt zu sein, im Falkensteiner Hotel Iadera.

Es ist hier wie eine andere Welt, trotz Hochsaison, trotz der ebenfalls vielen Menschen die Zadar für sich entdecken.

#Nin haben wir für uns entdeckt, eine kleine, besondere Stadt am Meer, unweit von Zadar, verkehrsgünstig gelegen und trotzdem ruhig und abgeschieden.
Wir lieben es hier mit dem Fahrrad die Umgebung zu erkunden, ich weiß genau ich bin in Kroatien, habe aber stetig das Gefühl gar nicht in Kroatien zu sein, so sehr unterscheidet sich die Landschaft hier von dem üblichen, eher kargen Land, hier in Dalmatien.
Unterwegs rund um Nin entdecken wir immer wieder kleine, besondere Ecken zum schwimmen und um in der Sonne zu liegen und herrlich, knusprig mediterran zu werden, beim bräunen.

Beruflich hat es mich für ein paar Wochen ins Hotel Iadera geführt.
Ich kann gar nicht sagen was für eine tolle Erfahrung es für mich war und immer noch ist.

Das Hotel ist traumhaft gelegen, sehr ruhig und abgeschieden, ideal um Ruhe zu finden, es ist sehr weitläufig und die Anlage kann nicht von jedem betreten werden,ohne Befugnis.
Das Management, besonders der General Manager haben auf mich einen ganz besonderen Eindruck gemacht, es wird mit angepackt, das Betriebsklima ist herzlich und familiär, man fühlt sich auf Anhieb wohl und das arbeiten und mitarbeiten macht automatisch in so einem Umfeld viel Spaß.

Ich habe tolle Kollegen kennenlernen dürfen, unter anderem einen besonderen Küchenchef, Damjan Draganić,
Er ist für mich das Beste was Kroatien in den letzen Jahren kulinarisch hervorgebracht hat.
Er hat das Potential der beste kroatische Koch zu werden und eine ganze Generation kroatischer Köche zu inspirieren und zu prägen.
Man merkt dass Damjan sein Handwerk im 2 Michelin Sterne Restaurants ins Detail verfeinert und verbessert hat.
Er ist immer noch jung, nicht Egomane geworden und packt, wenn es nötig ist, selber in der Spülküche mit an, Teamplayer durch und durch, versteht er es sein Team zu führen, zu motivieren und besondere, kroatisch, österreichisch Gerichte zu generieren, vom Rote Beete Papier über Gel aus einheimischen Zitronen bis zu von ihm selber gepflückten Meeres Planzen, die er  zum Risotto verzaubert, seine Kreativität kaum Grenzen.

Er ist einer ganz weniger Köche, aber auch Menschen, die einen bleibenden, tiefen Eindruck auf mich hinterlassen haben.

Es hat mir Spaß gemacht und sogar etwas stolz ein kleiner Teil dieser Geschichte im Iadera sein zu dürfen.

Für mich und uns vom Maestral Services geht es weiter, nach unserer Firmengründung hier in Split wird es Zeit den Herbst und Winter zu planen.
Frischer Wind ist übrigens der Name unserer Firma hier und ganz unserem Namen verpflichtet haben wir noch viel vor und bringen viel frischen Wind in unsere Unternehmungen, hier in Kroatien.

Wir haben einige interessante und lohnende Immobilien in Nin und Umgebung und auf Brac ausgemacht, versuchen noch den Preis in vernünftige und günstigere Bahnen zu lenken und hoffen dass wir die richtigen Personen auf Käufer und Verkäufer Seite zusammenbringen können, damit beide Seiten zufrieden sein können.

Unsere Dienstleistung “ Ihr Mitarbeiter aus Kroatien“ findet zur Zeit in Österreich Anklang, wir bringen ein Kroatisches Unternehmen, dessen Mitarbeiter mit einem Österreichischen Industrie Betrieb zusammen und helfen bei sprachlichen Barrieren, damit auftretende Fragen bei arbeiten an Projekten schneller geklärt werden können und nicht über Umwege in die Englische Sprache.

Wir planen die Herbst und Wintersaison, primär in Zagreb im Winter, weil Kroatiens Hauptstadt besonders im Dezember ganz wunderbar ist und ihre Besucher verzaubert.
Es gibt eine Art Weihnachtsmarkt der überhaupt gar nichts mit klassischen Weihnachtsmärkten gemein hat, kulinarisch ist Zagreb im Winter ein Hit, lokale, deftige Küche, Österreich und Ungarisch geprägt, dennoch autark.
Dazu planen wir Silvester in Split, einzigartig.
Wir finden für euch die passende Reise und Unterkunft, vom 5 Sterne Hotel bis zum Hostel, je nach dem was ihr wünscht.

Langsam aber sicher entwickelt sich ein weiterer Zweig bei uns, wir möchten noch nicht zu viel verraten, nur so viel, über unsere Freunde in Bocholt bringen wir Spitzenweine aus Südafrika nach Kroatien…

Mitte September geht es zum Segeln Richtung Korcula, worauf ich mich sehr freue.

Für heute geht es wieder ins Iadera und wir konzentrieren uns die nächsten paar Wochen noch auf unsere Aufgabe hier.
Die Hochsaison ist also gar nicht so schlimm, wenn man viel zu tun hat, ansonsten empfehlen wir dringend Split zu dieser Jahreszeit zu meiden oder sich ein Fleckchen von uns in Kroatien suchen zu lassen wo man Kroatien auch in der Hochsaison stressfrei genießen kann.
Selbst das Segeln bietet jetzt nicht die Entspannung und den Genuss den es normalerweise bietet, denn es gibt zu wenig Marinas und zu viele Boote in besonderen Buchten, die diese Buchten dann leider nicht mehr besonders sein und erscheinen lassen, schlicht weil man vor lauter Segelbooten nichts mehr sieht.
Tourismus ist Geschäft, leider auch oft Geldmacherei und Abzoge, dies ist in unserem wunderschönen Kroatien auch nicht anders als sonst wo auf der Welt.

In Kroatien habt ihr uns! Wir sind da für euch, planen eure Reise und gerne auch den kompletten Urlaub hier, wenn ihr mögt.

Die Arbeit ruft.
Bis demnächst vom Segelboot, ohne viele Menschen 😉 und ohne mein Lieblings Café in Split und mein morgendliches Ritual 😉 dafür aber wahrscheinlich mit Delfinen die um das Segelboot schwimmen 😉

Auf bald!
Liebe Grüße aus dem Hotel Iadera,

Robert